Wie senke ich die Kosten für einen Prototypen mit SOLIDWORKS?

Wie Sie Ihren Prototypen in SOLIDWORKS konstruieren bzw. planen kann sich stark auf die Kosten und Machbarkeit auswirken.

Drei Punkte sind entscheidend, wenn Sie die Kosten für Ihren Prototypen senken wollen:

  • Verwenden Sie so viele Standardteile wie möglich in Ihrem Entwurf
  • Optimieren Sie Ihren Entwurf
    • Wählen Sie die richtigen Werkstoffe
    • Reduzieren Sie Größe und Volumen der Werkstoffe
    • Wenn Sie sich für 3D-Druck entscheiden, nutzen Sie so viele Gitterstrukturen wie möglich
  • Berechnen Sie während der Planungsphase regelmäßig die Kosten und vergleichen Sie mehrere Fertigungspartner

SOLIDWORKS hat im Februar 2020, drei interessante neue Funktionen herausgebracht, um das sogenannte ‚Design to cost’ zu verbessern. Sie finden diese Funktionen in dem einzigartigen Add-in 3DEXPERIENCE Marketplace in SOLIDWORKS, das Sie einfach mit Ihrer SOLIDWORKS ID öffnen können 1

Verwenden Sie so viele Standardteile wie möglich in Ihrem Entwurf

 

 

Standardteile sind immer günstiger als die Herstellung maßgefertigter Komponenten. 3DEXPERIENCE PartSupply ist eine Bibliothek mit 40 Millionen lieferbarer Standardteile von mehr als 800 verschiedenen Lieferanten. Sie können verschiedene Kategorien nur für eCl@ss oder I.C.S durchsuchen wie Elektrik, Mechanik, Fertigung, etc. und das Teil direkt mit einem Klick in Ihre Software laden2

Eine spannende Funktion auf diesem Gebiet ist, dass Sie Ihr Design mit dem gesamten Katalog abgleichen können, um ein ähnliches Standardteil zu finden und nicht extra ein teureres entwerfen zu müssen.

Berechnen Sie während der Planungsphase regelmäßig die Kosten und vergleichen Sie mehrere Fertigungspartner.

Das 3DEXPERIENCE Make Add-in für Solidworks ist im Prinzip eine On-Demand-Fertigungsplattform mit mehr als 100 Dienstleistern aus ganz Europa und den USA, wie 3D Prod, Xometry oder Sculpteo3. Diese bieten verschiedene Fertigungsverfahren an, wie 3D-Druck, CNC-Bearbeitung, Spritzgießen, Laserschneiden oder Umformen. Sie können ganz einfach aus SOLIDWORKS heraus ein Angebot bei mehreren Herstellern anfordern und dann die erhaltenen Angebote vergleichen oder mit dem ‚Sofortangebotsrechner‘ bis zu 25 Angebote mit einem Klick einholen. Über eine Chatfunktion der Plattform können Sie direkt mit den Anbietern über das Projekt kommunizieren. Ihre Zahlungen per Karte oder auf Rechnung werden abgesichert.

Daher können Sie das Sofortangebot während der Arbeit als Richtwert nutzen, um Ihr Design zu optimieren. Wenn Sie das Add-in in SOLIDWORKS offen lassen, wird der Preis bei jeder Änderung am Design live aktualisiert. Sehen Sie unten, wie es funktioniert.

Optimieren Sie Ihren Entwurf

Wählen Sie die richtigen Werkstoffe

Der Werkstoff ist ein wichtiger Kostenfaktor Ihres Designs.

Wenn Sie zum Beispiel einen preisgünstigen Artikel entwerfen wollen, sollten Sie ihn nicht aus Titan fertigen lassen.

Sie müssen außerdem bedenken, wie Ihr Produkt genutzt werden wird. ABS scheint billig, könnte sich aber bei sehr hohem Temperaturen als unnütz erweisen.

Reduzieren Sie Größe und Volumen der Werkstoffe.

Je breiter und dichter Ihr Bauteil ist, desto höher die Werkstoffmenge, die Sie benötigen und desto weniger Maschinen können es herstellen. In der Folge wäre der Preis höher. Den Entwurf zu optimieren ist also ein Grundpfeiler eines kosteneffizienten Prototypen. Wir nennen das ‚Topologieoptimierung‘.

Mit einer speziellen Software könnten Sie Ihren Entwurf automatisch hinsichtlich Werkstoff, Fertigungsmethode und Einsatzgebiet (Beständigkeit, Temperatur, etc.) anpassen lassen. GDE von Dassault Systèmes schlägt zum Beispiel nach einer Konfigurationsphase mehrere optimierte Designs pro Verfahren vor4.

Wenn Sie sich für 3D-Druck entscheiden, nutzen Sie so viele Gitterstrukturen wie möglich

Im 3D-Druck sind Gitterstrukturen eine gute Möglichkeit, die Prototypenkosten zu senken, indem dichte Bereiche durch eine Struktur kleiner leerer Dreiecke ersetzt werden5. Bisher ist diese Methode nur im 3D-Druck möglich. Der Vorteil ist die leichte Anordnung und im Verhältnis dazu hohe Festigkeit, also weniger Volumen und weniger Materialeinsatz mit demselben Ergebnis. Es gibt mehrere Softwarelösungen oder Add-ins für SOLIDWORKS, die Ihnen mit ‚Gitterstrukturen‘ helfen können.

Wenn Sie aber auf der Suche nach qualifizierter Unterstützung bei Ihrem Prototypen und Design sind, empfehlen wir Ihnen 3DEXPERIENCE Engineering, einen On-Demand-Konstruktionsservice, der über das Add-in 3DEXPERIENCE Marketplaces in SOLIDWORKS aufrufbar ist. Hier können Sie Ihr Projekt bis zu 50 Engineering-Services vorstellen. Der Service umfasst alle Branchen und Konstruktionskompetenzen wie 3D-Design, Topologieverbesserung, Produktionsoptimierung, etc. Am Ende wählen Sie in wenigen Klicks das beste Angebot aus.

Über eine Chatfunktion oder unseren Kundendienst können Sie jederzeit mit Ihrem Anbieter kommunizieren.

Wie man an das 3DEXPERIENCE Marketplace Add-in für SOLIDWORKS kommt

 

 

Öffnen Sie den Add-in-Bereich in SOLIDWORKS, klicken Sie auf 3DEXPERIENCE Marketplaces.

Laden Sie ein 3DEXPERIENCE Marketplaces Add-in für SOLIDWORKS herunter, folgen Sie den Installationshinweisen ‒ fertig.

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