Umweltmanagementsystem

Den Klimawandel stoppen

Bei Dassault Systèmes sind wir bestrebt, unsere gesamte Umweltbilanz zu verbessern. Als Softwareunternehmen, das seinen Kunden aus allen Wirtschaftszweigen nachhaltige Innovationen ermöglicht, legen wir besonderen Wert auf Klimaschutzmaßnahmen.

Wir orientieren uns bei unserer Herangehensweise an dieses kritische Thema am vierdimensionalen Ansatz der branchengeführten Taskforce on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD). Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie unser Unternehmen die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken angeht.

 

Kernelemente der Empfehlungen für umweltbezogene finanzielle Offenlegungen (Quelle: TCFD)

 

Governance

Die Themen Nachhaltigkeit und Klimarisiken sind für die Strategie von Dassault Systèmes von zentraler Bedeutung. Der Kurs wird Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle vorgegeben.

  • Vorstand: Dassault Systèmes hat einen Vorstandsleiter ernannt, der für Nachhaltigkeitsthemen, einschließlich Klimarisiken, verantwortlich ist und einen Jahresplan vorlegt. In das variable Vergütungsschema von Vice-Chairman und CEO wurden Nachhaltigkeitskriterien, einschließlich Kriterien bezüglich des Klimaschutzes, aufgenommen.
  • Konzernausschuss: Der Executive Vice President for Industry, Marketing and Sustainability ist dafür verantwortlich, bei allen wichtigen strategischen Entscheidungen des Unternehmens die nahtlose Einbindung von Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmaßnahmen sicherzustellen.
  • Der Chief Sustainability Officer des Unternehmens ist für die Definition und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich. Er übernimmt die Rolle des Sekretärs des Nachhaltigkeitsgremiums. Im Nachhaltigkeitsgremium kommen vierteljährlich die Führungskräfte aller wichtigen Geschäftsbereiche zusammen, um die Fortschritte bei Querschnittsthemen zu besprechen. Den gemeinsamen Vorsitz des Ausschusses haben der Generalsekretär und der Executive Vice President of Industry and Sustainability von Dassault Systèmes inne.
  • Auf betrieblicher Ebene koordiniert das zentrale Nachhaltigkeitsteam eine Gruppe von Nachhaltigkeitsbeauftragen unterschiedlicher Geschäftsfunktionen, Regionen, Marken und Branchen. Die Umweltmanagementteams kommen alle drei Monate mit Vertretern der Geschäftsbereiche, Führungskräften aus den verschiedenen Regionen und ihren unterstellten Teams zur Besprechung der Umweltbilanzberichte und Aktionspläne zusammen.

Strategie

Bei unseren Bemühungen um den Klimaschutz spielen sowohl unsere Umweltbilanz als auch der ökologische Handabdruck unserer Produkte und Dienstleistungen eine Rolle.

  • Umweltbilanz: Die Kontrolle der direkten Klimaauswirkungen unseres Unternehmens setzt an mehreren Stellen gleichzeitig an:
    • Immobilien und Fertigungsanlagen: Wir sorgen für umweltfreundliche Arbeitsplätze, Recycling von Hausmüll und Zertifizierung nach ISO 50-001, wo erforderlich.
    • Beschaffung: Wir kaufen Strom aus kohlenstoffarmen Energiequellen, überprüfen die Nachhaltigkeitsleistung der erworbenen Produkte und sprechen wichtige Lieferanten auf Umweltthemen an.
    • Informationstechnologie: Wir hinterfragen die Energieeffizienz von Rechenzentren, verlängern die Nutzungsdauer von Hardware und entsorgen Elektroschrott vorschriftsmäßig.
  • Weitere Details zu unseren Umweltschutzmaßnahmen und KPIs finden Sie in Kapitel 2 unseres Jahresberichts.
  • Ökologischer Handabdruck: Wir wissen, dass der Klimawandel große Risiken mit sich bringt. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch die enorme Chance, die Wirtschaft nachhaltig verändern zu können. Ein wichtiger Faktor unserer Strategie zur Minimierung von Klimarisiken ist die Entwicklung von Lösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, ihre Klimaauswirkungen zu verringern. Dazu gehören Lösungen für virtuelles Prototyping, um Materialverschwendung während der Produktentwicklung und in der Testphase zu vermeiden, oder intelligente Städteplanung, um die Ressourcennutzung in Stadtgebieten zu optimieren.

 

Lesen Sie in den Referenzberichten, wie unsere Kunden mit unseren Lösungen nachhaltige Innovationen beschleunigen konnten.

Risikomanagement

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beginnt damit, die wichtigsten Nachhaltigkeitsfragen von Dassault Systèmes zu bestimmen und zu kategorisieren. Bei dieser Kategorisierung stützen wir uns auf sowohl auf internes Wissen als auch externe Beratung, insbesondere durch das Sustainability Accounting Standards Board (SASB).

Das SASB stellt in seiner Übersicht der wesentlichen Risiken die wichtigsten Probleme in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance – ESG) für die Branche heraus. Diese sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Nach ausführlichen Diskussionen mit internen Stakeholdern erachten wir das Thema Umweltschutz nicht nur wichtig für die Branche im Allgemeinen, sondern speziell für Dassault Systèmes. In Kapitel 1 und 2 unseres Jahresberichts gehen wir genauer darauf ein.

Eines der wichtigsten Themen, auf welches das SASB und unsere internen Stakeholder gleichermaßen aufmerksam machen, ist der Energieverbrauch und die damit verbundenen Klimaauswirkungen. Dieses Risiko wird regelmäßig in dem Umweltbericht überprüft, den der Nachhaltigkeitsbeauftragte dem Nachhaltigkeitsgremium, dem Konzernausschuss und dem Vorstand vorlegt.

Eine detaillierte Bewertung der damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen finden Sie in Kapitel 2 unseres Jahresberichts.

Messgrößen und Ziele

Wir bei Dassault Systèmes wissen, dass wir unsere Umweltauswirkungen messen und klare Ziele festlegen müssen, wenn wir Klimarisiken reduzieren wollen. In Kapitel 2 unseres Jahresberichts beschreiben wir unsere Umweltziele und KPIs.

  • Messgrößen: Wir verwenden das Treibhausgasprotokoll (GHG), um die Bilanz unserer CO2-Emissionen zu erstellen. Die Treibhausgasbilanzierung gliedert sich in drei Emissionskategorien: Kategorie 1 (Emissionen aus eigenen Quellen oder Quellen, die unter der eigenen Kontrolle stehen), Kategorie 2 (indirekte Emissionen aus gekauftem Strom und Dampf oder Fernwärme/-kälte), Kategorie 3 (andere relevante indirekte Emissionen in der Wertschöpfungskette, wie z. B. der Kauf von Waren oder der Gebrauch verkaufter Produkte). In der folgenden Tabelle sehen Sie einen Vergleich unseres Emissionsfaktors pro Mitarbeiter zwischen 2018 und 2019. Auf Seite 59 unseres Jahresberichts erhalten Sie einen vollständigen Überblick über unsere Umweltkennzahlen.

Hinweis zu Emissionskategorie 3, „Emissionen durch den Gebrauch verkaufter Produkte“: Bei der Verwendung unserer Lösungen verbrauchen unsere Kunden Energie. Dieser Verbrauch variiert je nach Anwendung und Nutzungszeit. Gemäß der Definition des Treibhausgasprotokolls (Greenhouse Gas Protocol) gelten Emissionen im Zusammenhang mit webbasierter Software als „direkte Emissionen in der Nutzungsphase“, insbesondere wenn die Stromquellen der Rechenzentren, die diese Nutzung ermöglichen, unter der Kontrolle des Softwareanbieters stehen. Emissionen im Zusammenhang mit Software, die Kunden „vor Ort“ verwenden, könnten jedoch auch als „indirekte Emissionen in der Nutzungsphase“ betrachtet werden, da die Energiequellen und der Stromverbrauch vollständig von der jeweiligen Infrastruktur des Kunden abhängen; dieser Verbrauch ist aber in der Regel bereits im kundeneigenen Bericht zu GHG Emissionskategorie 2 enthalten (Emissionen aus gekauftem Strom). Leider kann Dassault Systèmes keine spezifischen Daten zu Emissionskategorie 3 direkt von Kunden oder Hyperscale-Systemen erfassen, um diesen Verbrauch akkurat zu berechnen. 2018 haben wir jedoch eine Methode zur Schätzung der mit dieser Nutzung verbundenen Treibhausgasemissionen definiert. Sie basiert auf einer Hypothese über die Anzahl der Benutzer, den durchschnittlichen Verbrauch pro Benutzer und bestimmte Faktoren, die den Stromverbrauch beeinflussen. Im Jahr 2019 haben wir die erste Berechnungsmethode optimiert, um die geschätzte Anzahl der Benutzer zu konsolidieren. Die Ergebnisse dieser Analyse finden Sie auf Seite 54 unseres Geschäftsberichts für 2019. Der Unsicherheitsfaktor ist bei diesen Daten allerdings weiterhin sehr hoch. In der IKT-Branche müssen daher erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um eine zuverlässige Methode zur genauen Veranschaulichung der Klimaauswirkungen zu entwickeln.

  • Ziele: Im Dezember 2020 kündigte Dassault Systèmes an, dass sich das Unternehmen der Initiative für wissenschaftsbasierte Klimaziele Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet hat. Diese globale Initiative unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftsbasierte Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu setzen und die Betriebsabläufe auf die kohlenstoffarme Wirtschaft der Zukunft auszurichten. Dassault Systèmes verpflichtet sich, eine Strategie zur Senkung von Emissionen zu entwickeln, die auf den besten verfügbaren klimawissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

Die Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen müssen eine wissenschaftliche Grundlage haben. Als „wissenschaftlich basiert“ gilt ein Ziel, das den neuesten Erkenntnissen der Klimawissenschaft zufolge zum Erreichen der Ziele des Pariser Abkommens erforderlich ist. Das internationale Übereinkommen von Paris zielt darauf ab, die globalen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu verstärken. Es sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor und will die Erderwärmung auf maximal 1,5 °C beschränken.

Dassault Systèmes erkennt die entscheidende Rolle an, die die Geschäftswelt bei der Minimierung der Risiken des Klimawandels für die Zukunft des Planeten spielen kann. Bei seiner Verpflichtung zu einem wissenschaftsbasierten Emissionsziel verwendet Dassault Systèmes die gleichen rigorosen wissenschaftlichen Methoden zur Bestimmung der eigenen Klimaauswirkungen wie bei seinen Kunden.


„Als Unternehmen, das sich der Wissenschaft verschrieben hat, ist es für uns selbstverständlich, die höchsten Standards der Science Based Target Initiative bei unseren Emissionszielen zu erreichen“, erklärt Florence Verzelen, Executive Vice President, Industry, Marketing, Global Affairs, Workforce of the Future bei Dassault Systèmes. „Wir sind stolz darauf, uns mit dieser Initiative den weltweit führenden Unternehmen anzuschließen. Wir glauben, dass der Klimawandel nicht nur eines der größten Risiken für die Welt darstellt, sondern auch eine der größten Chancen in der Geschichte nachhaltiger Innovationen ist.“


„Die Vereinten Nationen bezeichnen den Zeitraum bis 2030 als die Dekade zum Erreichen der Klimaziele, da schon heute und nicht erst in ein paar Jahren ehrgeizige Maßnahmen erforderlich sind“, so Alice Steenland, CSO bei Dassault Systèmes. „Die Initiative für wissenschaftlich fundierte Ziele bietet uns bei Dassault Systèmes die Möglichkeit, nicht nur unseren eigenen Betrieb auf nachhaltigere Modelle umzustellen, sondern auch unseren 270.000 Kunden bei diesem Übergang zu helfen.“