Code- und Modellexport

Dymola unterstützt den Export von Code und Modellen in andere Umgebungen.

Code- und Modellexport

Dymola unterstützt den Export von Modellen und Modell-Quellcode. Es werden drei Exportalternativen mit unterschiedlichen Funktionen bereitgestellt.

Echtzeitsimulation

Dank Echtzeitsimulation kann das Modell auch in Umgebungen verwendet werden, die keine Microsoft-C-Compiler unterstützen. Diese richtet sich an Echtzeitumgebungen, wie die dSPACE- und xPC-Umgebungen, die von Dymola für die HIL-Simulation (Hardware-in-the-Loop) unterstützt werden. Die Echtzeitsimulation ist Bestandteil des standardmäßigen Dymola Produkts. Es gelten die folgenden Einschränkungen:

  • Die Echtzeitsimulation lässt lediglich den Export solcher Modelle zu, die die Inline-Integration nutzen, d. h. jene mit Integration mit einer eingebetteten festen Anzahl von Schritten.
  • Die mithilfe der Echtzeitsimulation exportierten Laufzeitroutinen beinhalten keine der fortschrittlichsten Bibliotheksroutinen.

Binary Model Export

 

Mit der Option „Binary Model Export“ kann das Modell auf andere Computer exportiert werden, wobei für das Zielsystem keine Dymola Lizenz benötigt wird. Die Simulationsfunktionen des exportierten Modells sind mit jenen eines Computers mit Dymola Lizenz identisch. Die Vorteile sind folgende:

  • Einfache Bereitstellung des Simulationscodes auf anderen Computern ohne die Kosten und den Aufwand für das Management von Laufzeitlizenzen.
  • Verfügbarkeit vollständiger Simulationsfunktionen im exportierten Code; keine Einschränkungen durch kopiergeschützte Laufzeitbibliotheken.
  • Dadurch Unterstützung der umfassenden Implementierung außerhalb des Bereichs von Modelica-Experten.

Quellcodegenerierung

 

Die Quellcodegenerierung exportiert Code, der in jeder beliebigen Umgebung ausgeführt werden kann, wobei für das Zielsystem keine Dymola Lizenz benötigt wird. Der Inhalt des generierten Codemodells kann mit einer Reihe von Flags bearbeitet werden.

  • Mithilfe der Quellcodegenerierung kann lesbarer und gut dokumentierter Code exportiert werden, wodurch sich Prüfung, Debugging, Profilerstellung usw. vereinfachen. Somit eignet sich die Exportoption für fortschrittliche, modellbasierte Anwendungen wie die schnelle Prototyperstellung.
  • Die Option „Quellcodegenerierung“ enthält die Funktionen der Echtzeitsimulation (jedoch ohne die Inline-Integrationseinschränkung) sowie „Binary Model Export“, wobei die Modelle in Dymola oder Simulink konvertiert werden.
  • Die Optionen „Binary Model Export“ und „Quellcodegenerierung“ lassen nun den Export von Symboltabelleninformationen in eine XML-Datei zu, z. B. von Modellstruktur, Variablennamen, Typen und Einheiten.