Neues Thesenpapier von Dassault Systèmes und WiGeP: Fünf Impulse für die Zukunft des Engineerings in Zeiten von Künstlicher Intelligenz

Ein neues Thesenpapier von Dassault Systèmes und der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktentwicklung (WiGeP) zeigt auf, welche Voraussetzungen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam schaffen müssen, um die industrielle Handlungsfähigkeit in Deutschland und Europa langfristig zu sichern. 

Ausgangspunkt ist ein grundlegender Wandel der industriellen Produktentwicklung: Künstliche Intelligenz und virtuelle Zwillinge eröffnen neue Möglichkeiten für Entwicklung, Simulation und Automatisierung. Doch Technologie allein schafft noch keine Innovation. Erst das Zusammenspiel von Engineering-Kompetenz, belastbaren Daten und einer engen Zusammenarbeit von Akteuren der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik entscheidet darüber, ob aus technologischem Potenzial industrielle Wettbewerbsfähigkeit wird. 

Das Thesenpapier „Handlungsfähigkeit stärken – Industrielle Dynamik erfordert neue Engineering-Kompetenz“ verdeutlicht fünf zentrale Handlungsimpulse:

1. Systemverständnis wird zur Schlüsselkompetenz der Produktentwicklung: Produkte werden immer komplexer; Mechanik, Elektronik, Software, Daten und KI verschmelzen zu integrierten Systemen. Wer diese Komplexität beherrschbar macht, entscheidet über Innovationsfähigkeit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.

2. Künstliche Intelligenz verändert das Engineering – sie ersetzt es nicht: KI verändert die Produktentwicklung grundlegend. Der Mensch behält jedoch die Entscheidungshoheit auf Basis von Verständnis, Urteilsfähigkeit und Erfahrungswerten.

3. Daten und Modelle bilden das Grundgerüst moderner Produktentwicklung: Verlässliche Daten und Modelle sind entscheidend, um virtuelle Zwillinge für Simulation, Automatisierung und KI-gestützte Entwicklung über den gesamten Produktlebenszyklus zu nutzen. Ihre Qualität entscheidet zunehmend über Innovationsgeschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

4. Engineering-Kompetenz entsteht im Zusammenspiel von Hochschulen, Forschung und Industrie: Steigende Anforderungen an die Produktentwicklung erfordern enge Kooperationen, praxisnahe Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung und einen schnellen Wissenstransfer. Nur so gelangen neue Methoden und Technologien zügig in die industrielle Praxis

5. Produktentwicklung muss zu einem strategischen Handlungsfeld der Industrie-, Forschungs- und Bildungspolitik werden: Initiativen zur Stärkung von Engineering-Kompetenz, Forschungskooperationen und modernen Engineering-Infrastrukturen sind eine zentrale Zukunftsaufgabe für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Nur durch gemeinsames Handeln können Deutschland und Europa ihre industrielle Handlungsfähigkeit langfristig sichern und ihre Innovationskraft im internationalen Wettbewerb stärken.

Das vollständige Thesenpapier kann hier heruntergeladen werden.