Bernard Charlès

Generaldirektor und Mitglied des Verwaltungsrats

„Die Zukunft gestalten“

Bernard Charlès wurde im September 1995 zum Generaldirektor von Dassault Systèmes ernannt. Heute ist das Unternehmen einer der Weltmarktführer für 3D-Software und zählt zu den zehn weltweit führenden Softwareanbietern.

Charlès hat dazu beigetragen, eine Kultur fortwährender Innovation zu vermitteln und wissenschaftliches Denken zu einem besonderen Merkmal des Unternehmens gemacht. Er kam im Jahr 1983 zu Dassault Systèmes mit dem Ziel, neue Konstruktionstechnologien zu entwickeln. 1986 gründete er eine eigene Abteilung für neue Technologien, Forschung & Entwicklung und Strategie. Im Jahr 1988 wurde er zum Leiter des Geschäftsbereichs Strategie, Forschung & Entwicklung ernannt und trug dazu bei, CATIA als weltweit führende Produktentwicklungssoftware zu etablieren.    

In der Überzeugung, dass Technologie zum Fortschritt in der Gesellschaft beitragen sollte, hat Charlès Dassault Systèmes zu einem Partner gemacht, der für Innovationen steht und der Unternehmen unterstützt, ihre Wettbewerbsfähigkeit wesentlich und nachhaltig zu erhöhen.

Im Jahr 1989 zählte er zu den Erfindern des Digital Mock-Up (DMU) und gab Entwicklungsingenieuren dadurch die Möglichkeit, 3D-Modelle von komplexen Produkten zu erstellen. 1995 initiierte er das DMU (virtuelle Modell) der Boeing 777, dem weltweit ersten ausschließlich digital entwickelten Flugzeug. 1996 orchestrierte Charlès die Börsennotierung von Dassault Systèmes und schuf damit eine starke, stabile Wachstumsplattform. Seit 1993 ist Charlès Vorstandsmitglied.

1997 erweiterte und stärkte er die Marktpräsenz von Dassault Systèmes durch die Übernahme von SolidWorks um kleine und große Kunden umfassender bedienen zu können. Im Jahr 2010 übernahm das Unternehmen die Kontrolle über das gesamte Vertriebsnetzwerk, das bis zu diesem Zeitpunkt von IBM betreut wurde.

1999 stand Charlès Pate für das Konzept des Produktlebenszyklusmanagements (PLM), das die Idee des digitalen Modells (DMU) auf den gesamten Lebenszyklus eines Produkts ausweitete. Zur Unterstützung seiner PLM-Strategie startete er eine Reihe von wichtigen Akquisitionen und erweiterte das Markenportfolio des Unternehmens: durch ENOVIA im Jahr 1998, DELMIA im Jahr 2000 und SIMULIA im Jahr 2005.   

2012 kündigte Charlès die Einführung der 3DEXPERIENCE Plattform an, bei der die Endkundenerfahrung durch Digitalisierung und Simulation in die Produktentwicklung einbezogen wird. Dassault Systèmes rundete sein Portfolio mit Anwendungen für soziale Innovation und Information Intelligence ab (3DSWYM, EXALEAD und NETVIBES). Gleichzeitig wagte Dassault Systèmes eine stärkere Diversifizierung, speziell mit GEOVIA, einer Lösung mit der sich unser Planet modellieren und simulieren lässt. Außerdem gab Charlès den Anstoß für die Entwicklung von B2C-Anwendungen wie 3DVIA und initiierte 3D-Marketing-Projekte, wie z.B. Paris 3D-Saga und Cheops Reborn.

Diese strategischen Entwicklungen reflektieren Charlès' feste Überzeugung, dass 3D-Welten neue Horizonte der Innovation eröffnen. Sich nachhaltige Innovationen vorzustellen, die in der Lage sind harmonisierend auf Produkte, Natur und Leben einzuwirken, sieht er als den einzigen Weg, um Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in Zukunft miteinander in Einklang zu bringen.

Bernard Charlès wurde 2005 zum Ritter und 2012 zum Offizier der französischen Ehrenlegion (Légion d’Honneur) ernannt und ist Mitglied der Französischen Technikakademie (Académie des Technologies).

Er ist Absolvent der französischen Ingenieurschule Ecole Normale Supérieure in Cachan und hat einen Doktortitel  in Maschinenbau mit Schwerpunkt Automatisierung und technische Informatik. Darüber hinaus wurde ihm eine Agrégation (Fachrichtung Maschinenbau) verliehen, die höchste in Frankreich erreichbare Lehrbefähigung.  

Bernard Charlès ist in der Bretagne (Frankreich) geboren und dort aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.