Modelica Systemsimulation

Heutzutage ist es üblich, bei der Verhaltenssimulation komplexer Systeme und Produkte viele verschiedene Modelle einzusetzen. Diese Modelle sind selten miteinander kompatibel und existieren nicht in einer gemeinsamen Umgebung, die eine Multiphysics-Simulation des gesamten Systems für das Gesamtprodukt erlaubt. Das Lösungspaket von Dassault Systèmes bietet eine komplett integrierte Systemmodellierungsumgebung, die die offene Modelica-Sprache für die Verhaltenssimulation sowie Logikzustand- und rechnerbasierte Simulationsfunktionen nutzt.

Optimierung neuer Produkte durch modellbasierte Simulation

Modelica Systems Engineering

Mit der wachsenden Zahl und Komplexität integrierter Systeme wird die effektive Modellierung und Simulation dieser individuellen Systeme und ihre Wechselwirkung mit anderen Systemen immer wichtiger. Das Systemengineering ist von großer Bedeutung, um das Auftreten unerwarteter Systeminterferenzen in der Validierungs- und Prüfphase des Produktentwicklungsprozesses zu vermeiden.

Die Dassault Systèmes Lösungen Dymola und CATIA V6 Simulation des Dynamikverhaltens sind auf die Modellierung von Multiphysik-Dynamiksystemen zugeschnitten. Diese Lösungen basieren auf Modelica, einer nicht-proprietären objektorientierten Sprache, und sind in der Lage, komplexe spartenübergreifende Systemmodellierungsfragen zu lösen (z.B. Systeme, die eine Kombination mechanischer, elektrischer, elektronischer, hydraulischer, Wärme-, Steuerungs-, Stromversorgungs- oder prozessorientierter Komponenten enthalten).

Diese Lösungen bieten Anwendern die Möglichkeit, Komponenten verschiedener Engineeringbereiche in einem zentralen Systemmodell zu kombinieren. Dieses Modell wird durch die Verbindung individueller Bibliothekenelemente auf einer „Leinwand“ angelegt, um eine realistische Darstellung der tatsächlichen „Anlage“ zu schaffen. Bibliotheken von Open Source-Komponenten werden als Teil der Modelica Standardbibliothek bereitgestellt, die über 1000 Komponenten aus verschiedensten Ingenieursbereichen umfasst. Ist der C-Code erst vollständig, so kann er exportiert werden, damit der Code mit anderen Simulationsumgebungen wie Simulink oder innerhalb von „Hardware-in-the-Loop“ Prüfumgebungen genutzt werden kann. Die neue Functional Mock-up Interface – wie im vor kurzem umgesetzten ITEA2 Modelisar-Projekt definiert – kann auch eingesetzt werden, um Modelle aus verschiedenen Simulationsumgebungen, darunter Modelica und nicht auf Modelica basierende Tools, für die Integration und Co-Simulation zu nutzen.