PLM Glossar
CAA V5
Abkürzung für Component Application Architecture Version 5.
Umfassende, offene Entwicklungsplattform von Dassault Systèmes, die Entwicklern die Möglichkeit gibt, ihre Lösungen in das Dassault Systèmes PLM-Portfolio zu integrieren. Im Rahmen der Dassault Systèmes CAA V5 Softwaregemeinschaft sind unabhängige Softwareanbieter in der Lage, CAA V5-basierte Applikationen mit kompletter CATIA, DELMIA, ENOVIA und SMARTEAM Integration zu entwickeln, vertreiben und unterstützen. Diese Zusammenarbeit erweitert das PLM-Angebot von Dassault Systèmes und bietet Kunden eine breitere Palette von PLM-Lösungen für ihre spezifischen industriellen Anforderungen.
CAD
Abkürzung für Computer-Aided Design.
Softwarelösungen für das Produktdesign.
CAE
Abkürzung für Computer-Aided Engineering.
Softwarelösungen zur Simulation des physikalischen Verhaltens eines zukünftigen Produkts.
CAM
Abkürzung für Computer-Aided Manufacturing.
Softwarelösungen zur Definition von Fertigungsabläufen.
CATIA®
Abkürzung für Computer Aided Three-dimensional Interactive Application.
PLM-Lösung von Dassault Systèmes für die digitale Produktdefinition und -simulation. Dank seiner kompletten Integration mit DELMIA, ENOVIA und SMARTEAM bietet CATIA Nutzern die Möglichkeit, die Produktentwicklung individuell auf ihre industriespezifischen Anforderungen zuzuschneiden. Mit Hilfe von CATIA können Nutzer die gesamte Palette industrieller Designprozesse, angefangen vom Marketing und dem ursprünglichen Konzept über Produktdesign, Analyse und Zusammenbau bis hin zur Wartung verwalten.
Heute ist CATIA, die führende Lösung von Dassault Systèmes seit der Unternehmensgründung 1981, zum Branchenstandard geworden. 1981 ging Dassault Systèmes eine strategische Partnerschaft mit IBM ein, um CATIA weltweit zu vertreiben. 1999 wurde CATIA aufgrund der breiten Marktakzeptanz der digitalen Modellerstellung zum populärsten Produktentwicklungssystem weltweit.
Collaborative Workspace (kollaborative Arbeitsumgebung)
Verknüpfte Arbeitsumgebung, in der alle am Produktlebenszyklus Beteiligten (Konstruktion, Marketing, Vertrieb, Fertigung, OEMs, Zulieferer und Kunden) auf die laufenden Arbeiten zugreifen und sich an der Konstruktion beteiligen können. Der schnelle Datenaustausch, der direkte Zugriff, die Simulation und Validierung in 3D wirken sich kommunikationsfördernd aus.
Der durch die PLM-Lösungen von Dassault Systèmes entstandene Collaborative Workspace schafft ein neues Niveau der Entscheidungsunterstützung, Innovation und Zusammenarbeit, das physikalische und geografische Grenzen im Produktdesign überwinden hilft und den Produktentwicklungsprozess weiter beschleunigt.
CRM
Abkürzung für Customer Relationship Management (Verwaltung der Kundenbeziehungen).
Geschäftsstrategie, die Unternehmen bei der Verwaltung von Kundenbeziehungen unterstützt. So ermöglicht eine CRM-Datenbank den Zugriff auf individuelle Kundeninformationen und bietet Unternehmen die Möglichkeit, Kundenanforderungen durch Produktpläne und -angebote zu erfüllen, auf spezielle Serviceanforderungen einzugehen und frühere Einkäufe des Kunden zu kennen. Ein CRM-System beinhaltet die systematische Verwaltung von Kundenbeziehungen auf der Basis spezifischer Informationen, die individuell auf den Kundenbedarf abgestimmt werden können.
DELMIA™
Abkürzung für Digital Enterprise Lean Manufacturing Interactive Application.
PLM-Lösung von Dassault Systèmes für die Definition schlanker Fertigungsprozesse. DELMIA ist komplett in CATIA, ENOVIA und SMARTEAM integriert und bietet Herstellern die Möglichkeit, Produktions- und Wartungsprozesse digital zu planen, entwickeln, überwachen und steuern. DELMIA-Anwendungen basieren auf dem einzigartigen PPR-Modell von Dassault Systèmes für Produkt-, Prozess- und Ressourcendaten und decken sämtliche Fertigungsprozesse ab.
Digital Factory (digitale Fabrik)
Dreidimensionale grafische Simulation einer Fabrik durch DELMIA V5.
Digital Manufacturing (digitale Fertigung)
Planung und Simulation von Fertigungsprozessen durch DELMIA V5, konzipiert zur Optimierung von Produktionskosten, Ergonomie, Anordnung am Montageband, Produktivität und Terminplanung.
DMU
Abkürzung für Digital Mock-Up (digitale Modellierung).
Virtuelles Design und Simulation in 3D eines Produkts und aller seiner Bauteile. Durch die digitale bzw. virtuelle Modellierung erübrigt sich der Bedarf für kostspielige, reale Prototypen. Dem Hersteller steht ein Produktmodell mit allen Details zur Verfügung, das alle Funktionen simuliert und die gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Bauteile berücksichtigt. Da DMU sämtliche produktbezogenen Daten enthält, bietet es mehr Möglichkeiten als der physikalische Prototyp, denn anhand dieser Modelle können alle Simulationen und Berechnungen angestellt werden.
ENOVIA™
Das spartenübergreifende PLM-Lösungsportfolio umfasst:
• ENOVIA VPLM – Kollaboratives virtuelles 3D-Product Lifecycle Management hoch komplexer Produkt-, Beschaffungs- und Fertigungsprozesse im Mittelstand und in Großunternehmen. • ENOVIA MatrixOne – Kollaborative Geschäftsprozesse für die Produktentwicklung im Unternehmen, ausgelegt für eine Vielzahl von Industriesparten, darunter Synchronicity für die Verwaltung von Halbleiter-Konstruktionsdaten. • ENOVIA SmarTeam – Kollaboratives Produktdatenmanagement für kleine und mittelständische Unternehmen, Entwicklungsabteilungen größerer Organisationen und in der gesamten Supply Chain.
ERP
Abkürzung für Enterprise Resources Planning (unternehmensweite Ressourcenplanung).
Geschäftsstrategie, die Unternehmen bei der Verwaltung ihrer Hauptgeschäftsfelder unterstützt: Einkauf, Lagerbestand, Zulieferer, Kundendienst und Auftragsverfolgung. ERP lässt sich außerdem für Finanzen und Personalverwaltung einsetzen. Ein ERP-System basiert in der Regel auf einer Reihe von Softwaremodulen, die mit einer relationalen Datenbank verknüpft sind.
Erweitertes Unternehmen
Begriff, der zur Beschreibung aller an der Produktentwicklung beteiligten Akteure dient. Neben dem Personenkreis, der üblicherweise zu einem Unternehmen gehört (Mitarbeiter, Manager, Vorstand), schließt das erweiterte Unternehmen auch Geschäftspartner, Zulieferer, Hersteller (OEMs) und Kunden ein. Damit dieses erweiterte Unternehmen effizient funktioniert, müssen seine Akteure in der Lage sein, miteinander Produktdaten auszutauschen und gemeinsam zu bearbeiten. Daher kommt dem Collaborative Workspace der PLM-Lösung von Dassault Systèmes besondere Bedeutung zu.
Knowledgeware (Wissensmanagement)
Werkzeuge, die das Unternehmen dabei unterstützen, Wissen problemlos zu erfassen, auszutauschen und wiederzuverwenden. Durch die konsistente Wiederverwendung wertvoller, bereits vorhandener Informationen optimieren Unternehmen das Product Lifecycle Management und erleichtern die automatisierte Konstruktion. Außerdem finden wiederverwendete Konstruktionsregeln bei neuen Produktdefinitionen Anwendung. So werden mit Knowledgeware im Fall einer Änderung eines Ersatzteils die betreffenden Werkzeugmodelle anhand existierender technologischer Regeln automatisch aktualisiert.
Die Integration der Entwicklung, Erfassung und Wiederverwendung von Know-how ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen PLM-Implementierung. Neben dem „Was“ der Produkte (den Komponenten) erfassen und verwalten Knowledgeware-Lösungen das „Warum“ und „Wie“ (das kollektive Wissen).
Mechanische Konstruktion
Entwicklung, Modellierung und Design mechanischer Systeme. Vom Konzept über die detaillierte Konstruktion bis hin zur Zeichnungserstellung beschleunigen CATIA Version 5 Mechanical Design Produkte die Schwerpunkte der Produktentwicklung. Mechanical Design Produkte berücksichtigen auch die Anforderungen der Hersteller von Blechen und Formenbauern durch spezifische Anwendungen, die die Produktivität entscheidend verbessern und die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen
Morphing
Das mit dem Release V5R9 eingeführte Produktmorphing beinhaltet die Anwendung neuer Designspezifikationen bei existierenden Produkten oder Prozessen, um neue Produktdefinitionen zu generieren. Morphing bietet Unternehmen die Möglichkeit, aus vorhandenem Wissen neue Produkte zu entwickeln, und trägt so dazu bei, die Produktentwicklungszyklen zu verkürzen, die Reaktionsfähigkeit auf den Markt zu verbessern und den Wert zu maximieren.
NC
Abkürzung für Numerical Control (numerische Maschinensteuerung).
Steuerung einer Maschine oder eines Verfahrens über numerische Steuerbefehle. Die CATIA V5 NC Manufacturing Lösung von Dassault Systèmes ist ein wissensbasiertes PLM-Produktportfolio, basierend auf einer integrierten zentralen Infrastruktur, die alle spezialisierten CAM-Anwendungen abdeckt. Beispiele für CATIA V5 NC Manufacturing Produkte sind Lathe, Prismatic und Surface Machining.
PLM
Abkürzung für Product Lifecycle Management.
Geschäftsstrategie, die Unternehmen dabei unterstützt, Produktdaten auszutauschen, einheitliche Verfahren anzuwenden und den Wissensstand des Unternehmens in der Produktentwicklung, von der Konzeption bis zur Aussonderung, im gesamten erweiterten Unternehmen zu nutzen. Durch die Einbindung aller Beteiligten (Unternehmensabteilungen, Geschäftspartner, Zulieferer, OEMs und Kunden) bietet PLM diesem ganzen Netzwerk die Möglichkeit, als Einheit zu operieren und gemeinsam Produkte zu konzipieren, entwickeln, bauen und warten.
Mit PLM-Lösungen von Dassault Systèmes können Produkte mit Hilfe digitaler Mockups (dreidimensionale grafische Produktmodelle) konzipiert und entwickelt werden. CATIA erlaubt die digitale Produktdefinition und -simulation. DELMIA dient der Definition schlanker digitaler Fertigungsprozesse. Mit ENOVIA und SMARTEAM werden Produktlebenszyklusdaten, darunter die Produktkonfiguration, das Prozesswissen und Ressourceninformationen, kollaborativ verwaltet.
PLM-Grundlagen
Dassault Systèmes hat sich mit PLM das Ziel gesetzt, Unternehmen bei der Entwicklung, Simulation und Optimierung des gesamten Lebenszyklus von Fertigungsgütern zu unterstützen. Die PLM-Grundlagen sind Bausteine der Dassault Systèmes-Lösungen, die dazu dienen, dieses Ziel zu erreichen. Zu den PLM-Grundlagen zählen: Prozessorientierte Optimierung industriespezifischer Geschäftsprozesse; Collaborative Workspace – tief greifende Kommunikation und Zusammenarbeit in einem gemeinsamen, dreidimensionalen Arbeitsumfeld; PPR-Modell (Produkt-, Prozess- und Ressourcendaten) – ein integriertes Modell zur Verknüpfung von Produktdarstellungen, Fertigungsressourcen (Werkzeuge, Fabrik, Bedienpersonal) und des Fertigungsprozesses; Erfassung, Austausch und Anwendung von Unternehmensdaten, Know-how und anderem geistigen Eigentum; CAA V5- Architektur – Unterstützung der Entwicklung anderer PLM-Lösungen von unabhängigen Softwareanbietern durch eine umfassende, offene Entwicklungsplattform.
PLM-Ökosystem
Netzwerk der Dassault Systèmes Geschäftspartner, Partner der Softwaregemeinschaft (CAA V5), Technologiepartner, Service-Partner und Hardware-Partner. Sie alle arbeiten an der Ausweitung des PLM-Angebots von Dassault Systèmes und bilden gemeinsam ein komplexes Ökosystem von Unternehmen, basierend auf einer Interessengemeinschaft.
PPR-Modell
Abkürzung für Produkt-, Prozess- und Ressourcendaten.
Integriertes Modell von Dassault Systèmes, das Produktdarstellungen, Fertigungsressourcen (Werkzeugmaschinen, Fabrik, Bedienpersonal) und Produktionsprozesse verknüpft. Das PPR-Modell ist ein grundlegender Baustein der PLM-Strategie von Dassault Systèmes und findet in CATIA, DELMIA und ENOVIA Anwendung. Aufgrund dieser Integration werden Änderungen des Produktdesigns, die ein Nutzer unter CATIA vornimmt, in der verknüpften Definition der Fertigungsprozesse unter DELMIA sowie in den unter ENOVIA gespeicherten Ressourcendaten berücksichtigt.
Prozessorientierung
PLM-Strategie von Dassault Systèmes zur Entwicklung von Lösungen, mit denen Kunden Produkte entsprechend ihren industriespezifischen Geschäftsprozessen entwickeln können. Zu einer prozessorientierten Strategie gehören Produktdesignprozesse (Designorientierung), die Simulation anderer Phasen des Produktlebenszyklus sowie industriespezifische Geschäftsprozesse.
Relationales Design
Methodologie der Produktentwicklung, basierend auf Verknüpfungen (Links), die entweder automatisch oder manuell im Laufe der Produktdefinition generiert werden. Primäre Voraussetzung zur Implementierung des relationalen Designs ist die Technologie des PPR-Modells (der PPR-Hub). In seiner fortschrittlichsten Form unter CATIA kann das relationale Design Änderungen automatisch berücksichtigen und Geschäftsziele in Objektdefinitionen umsetzen. So kann z.B. die Spezifizierung einer Flugzeugmission (maximale Flugzeit) mit der Designspezifizierung (Treibstoffkapazität) verknüpft werden, die wiederum mit den Flügelabmessungen verbunden ist. Durch eine Änderung der Flugzeit oder Treibstoffkapazität wird ggf. die Flügelspanne aktualisiert, und damit wiederum die Anzahl der Flügelrippen und Stringer sowie ihre Geometrie.
SCM
Abkürzung für Supply Chain Management (Verwaltung der Lieferkette).
Geschäftsstrategie, die Unternehmen bei der Koordination der Güter-, Informations- und Finanzströme zwischen den einzelnen Unternehmen der Wertschöpfungskette unterstützt. Vom strukturellen Standpunkt her beinhaltet eine Lieferkette das komplexe Netzwerk von Beziehungen zwischen Handelspartnern im Hinblick auf den Einkauf, die Fertigung und Auslieferung der Produkte.
SIMULIA: Virtuelle Produktprüfung®
SIMULIA ist eine offene Plattform für multiple physikalische Simulationen in einer Vielzahl traditioneller und innovativer Industriesparten. Durch eine drastische Senkung des Bedarfs für physikalische Produktprüfungen fördert SIMULIA die Innovation und reduziert den Kostenaufwand für realistische Simulation. Gleichzeitig wird die Qualität und Leistung optimiert. SIMULIA unterstützt Simulation der nächsten Generation für zukunftsorientierte Produkte.
Virtual Prototyping (virtuelle Prototypenentwicklung)
Siehe DMU. |