Virtuelle Produktentwicklung

Die Schiffsentwicklung ist eine hochgradig vernetzte, bereichsübergreifende Aktivität. Die Koordination der Schiffsentwicklung ist eine gewaltige Herausforderung, da der Druck steigt, immer komplexere Konstruktionsanforderungen zu erfüllen.   Die ständigen Konstruktionsänderungen – speziell bei multiplen Konfigurationen  – machen die Aktualisierung und Synchronisation von Stücklisten (BOMs) und anderer Produktdaten im erweiterten Unternehmensumfeld und über den Produktlebenszyklus schwierig.

Schiffswerften, Entwicklungsconsultants und Zulieferer wenden sich zunehmend an Dassault Systèmes, um die damit verbundenen Konstruktions- und Koordinationsaufgaben zu bewältigen. Diese Aufgaben beginnen mit der frühzeitigen Projektspezifikation und umfassen die ursprüngliche Konstruktionsplanung. Die PLM-Lösung von Dassault Systèmes bietet eine zentrale Datenbank für sämtliche Daten von der Produktspezifikation bis hin zu den Fertigungsanforderungen, so dass Daten in Echtzeit auf gesicherte Weise im gesamten Unternehmensumfeld bzw. in der Zulieferkette zur Verfügung stehen. Projektdaten aus verschiedenen Disziplinen – Rumpfstruktur, Leitungs- und Elektrosysteme, Anlagen usw. – werden in einer einheitlichen Produktdefinition erfasst und ermöglichen so die parallele Konstruktion und schnelle Entwurfsvalidierung.

Mit Hilfe des fortschrittlichen PLM-Konfigurationsmanagements von Dassault Systèmes, das auf intensiver Forschung und Entwicklung in verschiedenen Industriesparten basiert, können Unternehmen verschiedene Entwurfsvarianten für ein einziges Schiff verwalten oder Entwürfe bei anderen Projekten wiederverwenden. In Verbindung mit Workflow und geteilten Katalogen können Änderungen umgehend an alle Betroffenen kommuniziert werden. Im Gegensatz zu den verbreiteten Praktiken herkömmlicher PDM-Systeme können laufende Produktstrukturen, digitale Modelle und Konstruktionsstücklisten dem Konstruktionsplaner oder Kunden noch vor der Fertigstellung des Entwurfs zur Verfügung gestellt werden, um einen frühzeitigen Einblick in die laufende Projektentwicklung zu ermöglichen und der Konstruktionsplanung eine Nasenlänge Vorsprung zu geben.

Zur Dassault Systèmes-Lösung Virtuelle Produktentwicklung im Schiffbau gehören auch eigens entwickelte Funktionen, die speziell auf die Anforderungen der Schiffbauindustrie abgestimmt wurden. Ausgehend von einem gut definierten Workflow gibt es beispielsweise einen Prozess für die automatische Identifizierung von Kollisionen bei der Rumpfstruktur, die sich bei der Verlegung von Leitungen, HVAC-Systemen (Heating, Ventilation, Airconditioning und Cooling) oder elektrischen Kabeln als Durchdringungen auflösen lassen. Diese fortschrittliche Art der Überschneidungsverwaltung bietet eine flexible Möglichkeit der Automatisierung bereichsübergreifender Entwicklung und eliminiert spätere Fehler, die so oft bei papierbasierten oder disparaten Systemen auftreten.

Da die Kunden mit Teams vieler Unternehmen zusammenarbeiten, besteht meist die Notwendigkeit, verschiedene CAD-Systeme aufeinander abzustimmen. Unsere Lösungen unterstützen multiple CAD-Systeme, damit alle Beteiligten in unterschiedlichen CAD-Systemen uneingeschränkt Daten prüfen und austauschen sowie Änderungen und Konfigurationen verfolgen können. Diese Funktionen stehen für eine breite Palette mechanischer CAD-Systeme zur Verfügung, darunter CATIA, PTC, UGS, AutoCAD und schiffbauspezifische Software wie AVEVA Tribon.

Die Lösung Virtuelle Produktentwicklung im Schiffbau umfasst:

  • Entwurfsänderungs- und Konfigurationsmanagement
  • Workflow-Management
  • Konstruktionsstücklisten
  • Durchdringungs- und Überschneidungsverwaltung
  • Informationsflüsse zwischen Nutzern, Teams und Unternehmen
  • Produktstruktur und Arbeitsteilung
  • Standortübergreifende Zusammenarbeit
  • Verwaltung multipler CAD-Formate
  • Katalogmanagement

Die parallele Entwicklung half unseren Ingenieuren, bei Planung, Fertigung und Bau der gesamten Anlagentechnik Zeit zu sparen. Gleichzeitig wurde bereits die Metallkonstruktion des Schiffes in der Werft montiert."

William Pegram Geschäftsführer, Isonaval