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Lässt sich der Eisberg abschleppen?

Nach monatelanger, intensiver Zusammenarbeit unter Einsatz der Dymola-Software brachte das Entwicklungsteam ein integriertes Driftmodell zum Abschluss, das sämtliche Kriterien für den Transport des Eisbergs konsolidierte:

- Meteorologische und ozeanographische Daten, mit denen der Konvoi im Verlauf der Reise konfrontiert sein kann, sowie ihre Auswirkungen auf die Bewegung des Transports.

- Die aus der Hydraulik- und Wärmesimulation hervorgehenden Abschmelzvorgänge, deren Verlauf sich während des gesamten Transports beobachten lässt.

- Physikalische Phänemene, speziell im Zusammenhang mit der Driftbewegung des Eisbergs und des gesamten Konvois unter dem Einfluss verschiedener Naturgegebenheiten (Winde, Strömungen, Seegang usw.), Zugkraft des Schleppers und daraus resultierender Kraftstoffverbrauch, Berücksichtigung der Auswirkungen des Strömungs- und Luftwiderstands auf den Schlepper und den Eisberg, Erdrotation (Coriolis-Effekt) etc.

In der Dymola-Software geben die Experten von Dassault Systèmes die ursprünglichen GPS-Koordinaten des Eisbergs in der Nähe von Neufundland sowie die Zielkoordinaten in den Kanarischen Inseln ein. Gewählt werden darüber hinaus ein Abreisedatum für den Konvoi (3. Juni) und die Zahl der Schlepper für den Eisberg sowie ihre Leistung. Zuletzt wird – ebenso wie vom Kapitän in der realen Situation - eine allgemeine Navigationsstrategie gewählt. Zwei Minuten später ist die Simulation zu Ende, die Ergebnisse liegen vor: Gesamtlänge des Projekts; verbleibende Eismasse bei der Ankunft, gesamter Kraftstoffverbrauch. Auf einer Weltkarte wird der Kurs des Konvois als gewundener Kurvenverlauf dargestellt. Jetzt lässt sich die Reise langsam, Schritt für Schritt wiederholen, um zu sehen, was zu jedem Zeitpunkt passiert. Ursachen und Auswirkungen der verschiedenen Parameter können analysiert werden. Unter anderem lässt sich daraus ableiten, wie viel Eis bei der Ankunft übrig ist und welchen Kraftstoffverbrauch der Schlepper aufgrund der gewählten Route aufweist. Bei einer Durschnittsgeschwindigkeit von 1,5 km/h dauert die Reise rund 150 Tage.

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Weitere Informationen

VIDEO: SIMULATION DES ABSCHLEPPVORGANGS

VIDEO: ANALYSE DER SEILFESTIGKEIT