Compliance-Management

Mit der wachsenden Bedeutung von Umwelt- und Gesundheitsanliegen in unserer Gesellschaft setzen die Regierungen Fertigungsunternehmen zunehmend unter Druck, die Praxis des „Ökodesign“ einzuführen. Ökodesign ist ein Ansatz, der Umweltfaktoren in der Produktentwicklung, Wartung und Entsorgung berücksichtigt. Er stand im Mittelpunkt der bleifreien Initiativen mit den Richtlinien zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) und zu Elektro- und Elektronik-Altgeräten (WEEE) in Europa. In Asien und Nordamerika existieren ähnliche Initiativen. Aufgrund neuer Richtlinien wie der EU-Chemikalienverordnung REACH, aber auch der Notwendigkeit, die Inhaltsstoffe bis in ihre Bestandteile zu verfolgen, sind Hersteller von Konsumgütern gezwungen, ein nachvollziehbares Aufzeichnungssystem einzuführen. 
 
Jedes Unternehmen mit globaler Auslegung muss die Erfüllung gesetzlicher Auflagen als eine überaus wichtige Priorität erachten. Denn eine mangelnde Compliance kann zu einer verzögerten Produkteinführung, Rückrufaktionen, Strafen, Unzufriedenheit bei Kunden und einem Imageverlust führen. Bislang legten viele Unternehmen hohe Reaktivität gegenüber Umweltauflagen an den Tag, bei denen die Berichterstellung und Analyse der Auflagenerfüllung zu einem späten Zeitpunkt im Produktentwicklungszyklus erfolgt. Bei diesem Ansatz sind späte Konstruktionsänderungen notwendig, da die Vorschriften nicht in jeder Phase des Produktlebenszyklus zugänglich sind.

Mit der Lösung Compliance-Management sind Unternehmen in der Lage, auflagenorientierte Entwicklungsfunktionen („Design for Compliance“) als integralen Bestandteil der Produktentwicklung zu integrieren. Mit Hilfe unserer Lösung kann Ihr Produktentwicklungsteam Informationen über die Werkstoffzusammensetzung aus jeder Konstruktionsansicht bereits im Frühstadium und über den gesamten Produktentwicklungszyklus abrufen. Daraus können Berichte erstellt werden, um die Auflagenerfüllung gleichwertiger Rohstoffe zu vergleichen, den Recyclinganteil aufzulisten oder die besten bzw. schlechtesten Fertigungsstandorte zu bewerten. Diese Informationen lassen sich mit verschiedensten Vorschriften aus allen Teilen der Welt überschneiden – somit können die Konstrukteure Änderungen schon um einiges früher vornehmen.   
 
Ihre Lieferanten können dank unserer Lösung in den Bewertungsprozess der Material-Compliance eingebunden werden, um sicherzustellen, dass die Komponentenbibliothek die neuesten Materialzusammensetzungen enthält. Dadurch werden den Konstrukteuren kritische Informationen für die Entscheidungsfindung auf der Basis von Kunden- und/oder Marktanforderungen für neue Produkte zur Verfügung gestellt. Ziel ist die Bereitstellung innovativer, umweltschonender Produkte, die den Anforderungen eines weltweiten Markts entsprechen. Damit erzielen progressive Unternehmen der Verbrauchsgüterbranche einen klaren Wettbewerbsvorteil.

 

Die Lösung Compliance-Management umfasst:

  • Zusammenarbeit mit Lieferanten
  • Bewertungstools für Material-Compliance
  • Management der Beschränkung von Inhaltsstoffen