Lieferanten- und Beschaffungsmanagement

Im Maschinen- und Anlagenbau gewinnt die Lieferantenkette zunehmend an Mehrwert. Die Auslagerung von Konstruktion und Fertigung setzt eine Produktentwicklungsplattform voraus, die die Komplexität eines weltweit verteilten Ökosystems unterstützt. Da die Material- und Ausrüstungskosten ständig steigen, bringt die Integration der Wertschöpfungskette zu einem frühen Zeitpunkt des Entwicklungsprozesses große Vorteile.
 
Die Dassault Systèmes-Lösung Lieferanten- und Beschaffungsmanagement zielt darauf ab, sämtliche Aspekte der Verwaltung eines Produktbeschaffungs-Ökosystems im Maschinen- und Anlagenbau abzudecken. Es berücksichtigt jene Geschäftsfaktoren, bei denen auftragsspezifische Montage, Fertigung, Konfiguration bzw. Entwicklung unterschieden werden. Mit unserer Lösung sind Entwicklungsingenieure und Qualitätsmanager in der Lage, ihren Lieferanten einen Echtzeitzugriff auf relevante Projektinformationen zu geben und sie so zu einem integralen Bestandteil der Konzeptentwicklung, des Qualitätsmanagements und der Ausführungsprozesse der Lieferanten zu machen. Den Lieferanten wird immer mehr Verantwortung für spezifische Teile übertragen. So kann eine Reihe von Lieferanten bei ein und derselben Baugruppe mit unterschiedlichem Einblick und Zugriff zusammenarbeiten. Teilequalitätspläne können gleichzeitig zugewiesen werden. Damit ist sichergestellt, dass die Lieferanten standardisierte Verbesserungs- und Planungsmethoden sowie Best Practices einsetzen.

Die Leistungen der Lieferanten werden durch Lieferanten-Scorecards mit individuellen Kennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs) der Werke, Zertifizierungen und Lieferantenkapazitäten verfolgt. Dadurch lassen sich zusammen mit den Lieferanten Entwicklungspläne erstellen, die dazu beitragen, den Wert strategischer Beziehungen optimal auszuschöpfen. Dies führt zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen und der Zusammenarbeit zwischen Herstellern und wichtigen Beteiligten der Supply Chain. Unternehmen können ihre Betriebskosten reduzieren und ihre Gewinnspanne steigern, indem sie Stücklisten und andere produktbezogene Daten für die Erstellung standardisierter Angebotsanfragen (Request-for-Quotes, RFQs) sowie Kostenvoranschläge für komplexe Produkte, aber auch einsatzfertige Komponenten nutzen. Wir helfen Anbietern bei der Optimierung ihrer Beschaffungs- und Produktzyklen durch verbesserte Kommunikation mit den Lieferanten. Das führt in weiterer Folge zu einer verkürzten Antwortzeit der Lieferanten bei Angebotsanfragen sowie einer höheren Präzision der Angebote. Die Lieferanten können Änderungsanfragen (Engineering Change Requests, ECRs) stellen und mit verschiedenen Bereichen im gesamten Verlauf des Produktlebenszyklusses zusammenarbeiten. So sind Unternehmen in der Lage, Entwicklungskosten zu reduzieren und die Markteinführung zu beschleunigen.
 
Außerdem umfasst diese Lösung das spartenübergreifende Komponentenmanagement, mit dem Entwicklung und Beschaffung in der Lage sind, aus einem zentralen Komponentenmanagement-System heraus zu arbeiten. Entwicklungsingenieure können Komponenten wählen, die für die Beschaffung optimal sind, während der Einkauf einen Einblick in die Entwicklungsanforderungen erhält und so optimale Beschaffungsentscheidungen treffen kann. 

Die Lösung für das Lieferanten- und Beschaffungsmanagement umfasst:

  • Beschaffung
  • RFx-Management
  • Lieferanten-/Partnerqualifikation
  • Management von Spezifikationspaketen
  • Beschaffungsmanagement von Teilen
  • Beschaffungsmanagement in der Entwicklung
  • Datenaustausch
  • Qualitätsmanagement für Lieferanten und Partner
  • Qualitätsmanagement für Lieferantenteile

Unsere Entwicklungsingenieure und Zulieferer sind an verschiedenen Standorten ansässig. Trotzdem müssen sie an gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten. PLM stellt sicher, dass alle Konstruktionsänderungen für jeden Standort verfügbar und die Geometriedaten stets aktuell sind.

Andreas Mähler Leiter CAD-Services, CLAAS