Entwicklung und Herstellung der Bordelektronik und Software

Als entscheidende Triebkraft und Voraussetzung zukünftiger Funktionen und Features zeichnen Fahrzeugelektronik und -software demnächst für bis zu 35 % der Herstellungskosten eines durchschnittlichen Fahrzeugs verantwortlich. Wenn man bedenkt, dass 52 % der Rückrufe im Automobilsektor auf elektrische Pannen zurückzuführen sind, wird verständlich, dass die Hersteller sich heute mehr denn je auf die Verbesserung der Fahrzeugsicherheitssysteme konzentrieren. Diese, aber auch ökologische Anliegen führen heute zu einem verstärkten Einsatz von intelligenten Fahrzeugtechnologien. Funktionen wie Fahrassistenzsysteme, Fußgängersensoren, individuelles Fahrverhalten und neue Abgasemissionsnormen schaffen eine wachsende Nachfrage nach integrierten Systemen.    
 
Die Lösung von Dassault Systèmes für die Entwicklung und Herstellung der Bordelektronik und Software erfüllt die spezifischen Anforderungen bei der Entwicklung der Fahrzeugelektronik und integrierter Systeme im Automobilbereich. Die mit dieser Lösung bereitgestellte Mechatronik-Werkzeugpalette ermöglicht die synergetische Integration mechanischer und elektronischer Inhalte bei Kfz-Baugruppen. Dazu zählen Chips, Leiterplatten, integrierte Software sowie Mechanikteile. Jedes Modul hat unterschiedliche Entwicklungszeiten und Lebenszyklen, die exakt koordiniert werden müssen, um Verzögerungen zu vermeiden. Durch die Bereitstellung einer zentralen, virtuellen Produktdefinition für alle Mechatronikdaten erhalten die Entwickler Zugriff auf exakte, aktuelle Informationen und ermöglicht es bereichsübergreifenden Teams, effizienter zusammenzuarbeiten.  

Mit der Dassault Systèmes-Lösung können Prüfungen der Elektronik als Ganzes vorgenommen warden. Damit sind die Hersteller in der Lage, höhere Zuverlässigkeits- und Leistungsstandards zu erfüllen. Das ist von entscheidender Bedeutung, da die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Elektroniksysteme und ihrer Anschlüsse nach wie vor ein wichtiges Anliegen ist, speziell mit dem Anstieg der Wärme- und Mechanikbelastung durch die immer kleinere Auslegung der Elektronikmodule. Das Simulationsangebot von Dassault Systèmes ist unter Kfz-Elektronikzulieferern und Herstellern sehr stark verbreitet und ergänzt bzw. ersetzt physische Prüfungen, speziell bei der Elektronik im Motorraum. 
 
Da die Hersteller mit Teams verschiedenster Unternehmen zusammenarbeiten, besteht meist die Notwendigkeit, verschiedene CAD-Systeme aufeinander abzustimmen. Die Lösung für die Entwicklung und Herstellung der Bordelektronik und Software unterstützt multiple CAD-Systeme, damit alle Beteiligten in unterschiedlichen CAD-Systemen uneingeschränkt Daten prüfen und austauschen sowie Änderungen und Konfigurationen verfolgen können. Mechatronik-Module können von verschiedenen Zulieferern weltweit entwickelt oder geliefert werden. Diese Lösung bietet Funktionen für die standort- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit mit Zulieferern, um die Produktentwicklung zuverlässiger und schneller zu gestalten. So kann rund um die Uhr gearbeitet werden.

Die Lösung für die Entwicklung und Herstellung der Bordelektronik und Software umfasst:

  • Flexible Entwicklung von Leiterplatten
  • Entwicklung von Speicherchips
  • Entwicklung integrierter Software
  • Mechatronikdatenmanagement
  • Bereichsübergreifende Mechatronik-Produktentwicklung
  • Simulation und Validierung: Simulation der thermomechanischen Zuverlässigkeit, beschleunigte Validierung der Wärmeprüfung und virtuelle Prüfung

Ergänzende Marken: CATIASIMULIADELMIAENOVIA

Mit Hilfe der CATIA-Elektroanwendungen konnten wir die Verkabelungsanforderungen in der Frühphase des Konstruktionsprozesses definieren. So kann das Gewicht von Karosserie und Fahrgestell um 3 % reduziert werden.

Dmitri Stepanov Leitender Ingenieur, Blue Sky Solar Racing