Alstom Transport: nachhaltige Mobilität für die Schienenverkehrsindustrie
Alstom Transport hat seine Geschäftsprozesse unter ENOVIA Version 6 von Dassault Systèmes zusammengeführt und die älteren, verteilten Anwendungen durch eine einheitliche PLM-Lösung abgelöst. Neben einer intensiveren Zusammenarbeit und einer schnelleren Markteinführungszeit soll damit gewährleistet werden, dass das Unternehmen seine ehrgeizigen Ziele für eine nachhaltige Mobilität erreicht.
Angesichts der stetig wachsenden Weltbevölkerung sehen sich die Verantwortlichen vor die komplexe Aufgabe gestellt, immer mehr Menschen und Güter zu befördern und gleichzeitig den Energieverbrauch, die Verschmutzung und das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Daher sind nachhaltige Lösungen für das 21. Jahrhundert, die den modernen Mobilitätsanforderungen gerecht werden, das zentrale Ziel für Städteplaner und Verkehrstechnikunternehmen, wie Alstom Transport.
Ökologisch und ökonomisch effiziente Lösungen
Alstom Transport stellt den Umweltschutz ins Zentrum seiner Entwicklungsstrategie. Durch technische Innovationen liefert das Unternehmen Lösungen, die den Erwartungen der Kunden in Bezug auf Rentabilität und Ökologie gerecht werden. „Nachhaltige Mobilität ist heute eine wichtige Anforderung“, betont Jean-Louis Ricaud, Chief Operating Officer, Alstom Transport. „Da Züge elektrisch betrieben werden und kein Kohlendioxid emittieren, zählen sie zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln.“
Alstom Transport unternimmt große Anstrengungen, um die Züge in das städtische und ländliche Umfeld zu integrieren. Die PLM-Lösungen von Dassault Systèmes tragen hierzu maßgeblich bei. Bereits in der Vorbereitungsphase eines Projekts machen sie anhand digitaler Darstellungen deutlich, wie sich die Produkte in die Umwelt einfügen. „Die 3D-Simulation vermittelt unseren Kunden ein realistisches Erlebnis der angestrebten Lösung“, so Mama Sougoufara, Director Method and Tools and IS, Alstom Transport. „Wir beschreiten damit einen innovativen und überzeugenden Weg, um unseren Kunden zu verdeutlichen, dass das Ergebnis ihren Mobilitätszielen gerecht wird, während gleichzeitig das architektonische Erbe der Städte gewahrt bleibt.“
Konformität mit geltenden Vorschriften
Alstom berücksichtigt umweltrelevante Parameter bereits sehr frühzeitig in der Entwurfsphase seiner Produkte, um das Ziel einer nachhaltigen Mobilität zu erreichen. Dieses Verfahren wird als Eco-Design bezeichnet. Die Definition und Verwaltung der umwelttechnischen Daten und Recycling- Spezifikationen erfolgt in ENOVIA Version 6.
Die U-Bahnen der Baureihe Metropolis und die Straßenbahnen der Baureihe Citadis sind jetzt zu mindestens 85% recycelbar. Beim Regionalzug Coradia Nordic wird sogar ein Wert von 98% erreicht.
„Sämtliche Vorschriften, Verordnungen und Normen, die unsere Produkte erfüllen müssen, verwalten wir mit ENOVIA. Hierzu zählen u. a. ELV (Richtlinie über Altfahrzeuge), RoHS (Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten), WEEE (Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte) und REACH (Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe)“, erläutert Ricaud. Alstom Transport kontrolliert die Wirkung, die die Produkte in ihrem gesamten Lebenszyklus auf die Umwelt haben: vom Entwurf über die Fertigung bis hin zum Recycling. Das Ergebnis sind Produkte, die kostengünstiger zu betreiben sind, weniger Energie verbrauchen, preisgünstiger außer Dienst gestellt werden können und die Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen bewahren.
„Wir zielen darauf ab, ein Minimum an Materialien zu verwenden, die Menschen und Umwelt gefährden könnten“, macht Ricaud deutlich. „Unser Regionalzug Coradia Nordic ist beispielsweise zu 98% recycelbar. Das verringert seinen CO2-Fußabdruck erheblich.“
Phasenweise Implementierung
Alstom Transport setzt ENOVIA Version 6 im ganzen Unternehmen ein, damit alle Beteiligten unabhängig vom Standort gemeinsam an Kundenprojekten arbeiten und Erfahrungen austauschen können. Dank der einheitlichen Version 6-Plattform greifen die Projektteams stets auf die neuesten Produktdaten zu. „ENOVIA ist das Rückgrat, auf dem unsere Zusammenarbeit in Konstruktion, Fertigung und Logistik während des gesamten Produktentwicklungszyklus beruht. Das gilt für unser Unternehmen ebenso wie für unsere Zulieferer und Partner“, so Sougoufara.
Alstom wird zudem von CATIA Version 5 auf CATIA Version 6 umstellen, um die Funktionen der mechanischen 3D-Konstruktion optimal zu nutzen und für sämtliche Aktivitäten ein vollständig kohärentes System zu schaffen. „Mit Version 6 verbessern wir die Zusammenarbeit in der 3D-Konstruktion zwischen unseren jeweiligen technischen Zentren“, ergänzt Sougoufara. „So sind wir in der Lage, unsere Prozesse von der Konstruktion bis zur Fertigung zu optimieren und hochwertige Produkte schneller auf den Markt zu bringen.“ Mit Version 6 nimmt Alstom volle Fahrt in Richtung einer nachhaltigen Produktkonstruktion und Prozesseffizienz auf, um weiterhin erfolgreich an der Zukunft des Schienenverkehrs mitzuwirken.
Alstom Transport
Als Weltmarktführer bei Schienenfahrzeugen entwickelt und produziert Alstom Transport das größte Sortiment an Systemen, Ausrüstungen und Dienstleistungen in der Schienenverkehrsindustrie mit dem Ziel einer nachhaltigen Verkehrslösung. Alstom Transport bietet sämtliche Verkehrssysteme an. Von Waggons bis zu Signalanlagen, über Wartung und Infrastruktur bis hin zu schlüsselfertigen Lösungen. Im Geschäftsjahr 2010-2011 hat Alstom Transport einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen ist in über 60 Ländern vertreten und beschäftigt 26.000 Mitarbeiter.
Images courtesy of Alstom Transport